Mi

21

Nov

2018

Halmfliegen Fassade

Halmfliegenschwärme 

Das Wichtigste in Kürze

Anfang September können an hohen Häusern Halmfliegen auftreten, die wegen ihrer grossen Zahl als lästig empfunden werden. Sie sind vom hygienischen Standpunkt aus unproblematisch, da ihre Entwicklung nicht im Kot stattfin- det sondern in der Wiese. Ihr Auftreten ist stark temperaturabhängig. Sinkt die Temperatur unter 15° C, ist der Spuk schnell vorbei. Nach der Überwinterung in den Ritzen der obersten Stockwerke erscheinen die Fliegen an den ersten warmen Frühlingstagen wieder. In den betroffenen Wohnungen sollten oft benutzte Fenster mit dichten Fliegengittern versehen werden.

 

Aussehen

Die Halmfliege (Thaumatomyia notata) ist eine etwa zwei Millimeter lange gelbglänzende Fliege mit drei schwarzen Längsstreifen auf der Brust-Oberseite. Von der Grösse her wird sie leicht mit der Essigfliege verwechselt, sie geht jedoch nicht an Nahrungsmittel.

 

Bedeutung und Lebensweise

 

Halmfliegen-Larven ernähren sich von Wurzelläusen an Gräsern. In warmen trockenen Sommern vermehren sich diese zuerst und dienen den Halmfliegen-Larven als Nahrung. Erwachsene Halmfliegen suchen im Herbst bei warmen Temperaturen (> 17° C) hohe Gebäude zur Überwinterung auf. Es ist nicht bekannt, was die Fliegen steuert und warum sie immer nur bestimmte Gebäude anfliegen. Die Fliegen nisten nicht in den Rollladenkästen oder in der Aussenisolation der Häuser und sie vermehren sich auch nicht dort. An den ersten warmen Frühlingstagen kommen sie bei Temperaturen über 14° C wieder aus den Ritzen heraus.

Massenauftreten dieser Fliegen sind bekannt. Dabei ist es typisch, dass in gewissen Jahren besonders viele Fliegen auftreten und in anderen Jahren nichts auffällt. Es findet also nicht jedes Jahr eine Schwarmbildung statt.

 

Entwicklung

Die Weibchen legen im Frühling ihre Eier auf Grasflächen ab. Daraus schlüpfen kleine Maden, die sich räuberisch von Wurzelläusen ernähren. Pro Jahr entstehen zwei Generationen. Nach Abschluss des Larven- und Puppenstadiums erscheinen die Halmfliegen, welche im Herbst Schwärme an Häusern bilden. Den Winter überdauern sie in Verstecken an der Fassade und überleben problemlos auch -20° C. Im Frühling fliegen sie zur Eiablage von den Häusern zu den Rasenflächen zurück.

 

Schaden

Die Halmfliegen schädigen weder Gesundheit noch Gebäude. Beim Anflug der Fliegen von Ende August bis Ende Oktober sind die Hauswände bevorzugter Gebäude oft schwarz von Fliegen. Sie versammeln sich zu Tausenden vor allem an den obersten zwei bis drei Stockwerken. Bei offenen oder undichten Fenstern dringen sie auch in die Wohnungen ein. Diese Masseninvasion ist für Betroffene sehr unangenehm und kann einzelne Räume unbewohn- bar machen. Bei niederen Temperaturen und nachts sitzen sie reglos auf der Fassade oder verstecken sich in Fugen und Ritzen des Gebäudes, z.B. in den Rollladenkästen, hinter Fassaden oder in der Dachisolation.

 

Zur Überwinterung brauchen sie tiefe Temperaturen, bei Zimmertemperatur sterben die Fliegen ohne Nahrung schon nach wenigen Tagen und können in Zentimeter dicken Schichten herumliegen. Bleiben nach einem Winter viele Fliegen in Hohlräumen liegen, sind diese „Leichen“ein willkommener Brutplatz für Teppich-, Pelz und Speckkäfer aber auch für Schimmelpilze.

 

Vorbeugung

 

Eine Vorbeugung gegen Halmfliegen ist in der Regel nicht möglich. Es fehlen wissenschaftliche Erkenntnisse, welche baulichen Elemente und Farben sie anziehen. Verschiedene Autoren melden helle, sonnenbeschienene Fassaden als attraktiv. Wir haben Meldungen, dass an vorher kaum belästigten Hochhäusern nach der Installation von vorgehängten Fassaden plötzlich massenhaft Halmfliegen auftreten. Das Anbringen dichter Fliegengitter (Maschenweite nicht grösser als 1 mm) verhindert das Eindringen der Fliegen in Wohnungen. Neu einziehende Mieter der oberen Stockwerke sollten über dieses periodisch auftretende Phänomen aufgeklärt werden.

 

Bekämpfung

Die Bekämpfung der Fliegen durch Behandlung der Fassade mit Insektiziden bringt nur teilweise Erfolg. Wird sehr früh behandelt, muss man damit rechnen, dass später eintreffende Fliegen wieder zu Belästigungen führen. Wird im Spätherbst bei sinkenden Temperaturen eine Behandlung vorgenommen, fliegen von den Wiesen kaum noch Fliegen an Gebäude und die Bewohner werden im folgenden Früh- jahr nicht mehr geplagt. Sobald der kalte Spätherbst beginnt, verschwinden die Fliegen. Bei jedem betroffenen Gebäude sollte sinnvolle Massnahmen sorgfältig geprüft werden. Der Rat von erfahrenen Fachleuten ist dabei sehr nützlich. An ihrem Ursprungsort, den Wiesen und Weiden der Umgebung, lassen sich die Fliegen nicht bekämpfen, da sie Gebäude oft aus grösserer Distanz anfliegen, die Brutplätze sehr verstreut liegen und ein grossflächiger Insektizid-Einsatz aus ökologischer Sicht nicht vertreten werden kann.

 

(Quelle:Schädlingsbekämpfung Stadt Zürich)

Fr

07

Aug

2015

zert. Sachverständiger Schimmelpilz

André Rohner hat am 01.05.2015 erfolgreich die Ausbildung zum zertifizierten Sachverständigen im Bereich Schimmelpilze abgeschlossen. Die Ausbildung wurde vom Verband Schimmelpilz und Raumgiftsanierung (SPR-Schweiz) zertifiziert.

Mit diesem erworbenen zusätzlichem Wissen unterstütz sie die WDVS-EXPERT GmbH in sämtlichen Anliegen im Bezug auf Schimmel in Gebäuden.

 

Es freut mich Sie weiterhin kompetent und zuverlässig zu unterstützen.

 

André Rohner

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Sa

25

Jul

2015

Donator Special Olympics Switzerland

Es gibt Menschen die benötigen unsere Unterstützung. Die WDVS-EXPERT GmbH unterstützt auch im Jahr 2015 die Special Olympics Switzerland als Donator.

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Mi

25

Feb

2015

Aussendämmung: Ameisen in der verputzten Aussenwärmedämmung

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Do

27

Nov

2014

Artikel über WDVS aus der Praxis in der schweizerischen Bauzeitung Tec 21 vom Oktober 2014 

TEC21_44_Artikel WDVS-EXPERT GmbHr.pdf
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Mi

23

Jul

2014

Risse Thermische Belastung durch dunkle Farbtöne

Oberflächentemperatur 70.4 °C
Oberflächentemperatur 70.4 °C

Dunkle Farbtöne an einer verputzten Aussenwärmedämmung belasten die Fassaden stark. Damit die Gebrauschstauglichkeit der Fassade gewährleistet ist , muss der Systemaufbau dementsprechend gewählt werden. Die Verarbeitung muss fachgerecht erfolgen. Schwachpunkte in der Armierungsebene führt zu Rissen im Bereich der Dämmpalttenfugen.